RCE-Initiative Lübecker Bucht PDF Drucken E-Mail

  

 

Entsprechend des Vorschlags der UN University in Japan wird derzeit mit dem RCE Hamburg eruiert, inwieweit das seit März 2008 offiziell anerkannte RCE Hamburg und Region die RCE-Interessierten bzw. Personen und Institutionen der Bildung für nachhaltigen Entwicklung im Raum Lübeck und Lübecker Bucht integrieren kann.

 

 

Geographische Reichweite

Die RCE-Interessierten in der Lübecker Bucht verfolgen ein geographisch offenes Konzept, das in seinem Radius über die unmittelbar an die Lübecker Bucht grenzenden Landkreise hinaus ins Landesinnere und in das angrenzende Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hinein wirken möchte. Ähnliche wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen verbindet die ca. 2  (?) Millionen Einwohner der Landkreise Ostholstein, Segeberg und Plön, Stadt Neumünster, Hansestadt Lübeck, der Landkreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn sowie Nordwest-Mecklenburg-Vorpommern bis zur Stadt Wismar.

 

Regionale Herausforderungen

  • Nachhaltig verantwortlicher Umgang mit der primär ländlichen Flächenregion mit zahlreichen Naturschutzgebieten, Wasserläufen und Wäldern; u. a. verbesserte, umweltfreundliche Nutzung durch Anwohner und Besucher (z.B. Erlebnisraum Wald);
  • global überdurchschnittliche Erwärmung der Ostsee und den Folgen der Klimaveränderung (u.a. erhöhte Anzahl von Stürmen, Überschwemmungen, dadurch Stromausfälle, Auswirkungen auf Wirtschaft, Handel, Verkehr; Lebensräume; Veränderung der Arten in Fauna u. Flora);
  • wachsendes Netzwerk mit den Ostsee-Anrainer-Staaten und dessen sozial-wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen auf Region, Ostsee u. Meeresleben;

 

  • Spannung zwischen ökologisch verantwortbarer Expansion der Lübecker Häfen, Logistik und Transportwege und der auf Wachstum angelegten Tourismus-, Wellness- und Freizeitindustrie mit Ausbau der Seebäder zu überbrücken;
  • Entwicklung eines umfassenden, nachhaltigen Konzepts für Lübecker Bucht unter Einbezug der notwendigen Verkehrssysteme, Gewerbe- und Wohngebiete, kommerziellen und Erholungsräume unter Einbezug der Vielfalt der Bevölkerungsstruktur (an Alter, Einkommen, ethnischem Hintergrund);
  • Ziel möglichst alle Wirtschaftszweige und Unternehmen in nachhaltige Entwicklung einzubinden u. hohe Zahl von 31 EMAS zertifizierten Betrieben und an NE und Corporate Social Responsibility interessierten Unternehmen weiter zu erhöhen;

 

  • weitere Förderung des Wissenschaftsstandortes Lübeck, insbesondere Schwerpunkt „bürgernahe Forschung u. Entwicklung" (vgl. Bewerbung Wissenschaftsstadt 2009, Schülerakademie; Projekte daara.de, „Brot + Fisch" u.a.);
  • breites, nachhaltiges Konzept zur Vorschul-, Primar- und Sekundarschulbildung mit  BNE als Querschnittsthema in allen Curricula;
  • starke Verbesserung der Betreuungsangebote für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren;
  • Stärkung kultureller Vielfalt und eines nachhaltigen, interkulturellen Dialogs;
  • Schaffung einer nachhaltig attraktiven Bildungs- und Kulturlandschaft, die Teil einer hohen Lebensqualität der Region sind und dadurch qualifizierte Menschen und Familien anzieht und hier hält.

    Jens Schwarz